Ein Hauch von Frankreich wehte kurz vor Ostern über den Reuterstädter Schulcampus. Zwar kein Duft von Croissants – aber neugieriges Gemurmel und ein überraschendes „Bonjour les amis – Guten Tag Freunde!“.
Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen wurden auf eine kleine Reise geschickt: Hinein in die Welt der französischen Sprache. Schon beim Betreten der Aula wurden sie in französischer Sprache begrüßt und auch die Erklärungen zur Sitzordnung bzw. die Anweisungen zum Spiel verliefen ausnahmslos in der ihnen unbekannten Sprache. Die Lektorin der Initiative „FranceMobil“ verstand es die Kinder von der ersten Minute an für die Sprache zu begeistern. Und so dauerte es nur wenige Minuten und die Mädchen und Jungen begrüßten sich auf Französisch, stellten sich vor, verrieten ihr Alter oder teilten mit, welche Lieblingsspeise sie am liebsten verzehren. Da verzeiht man schon mal, dass im Eifer des Gefechts der Satz vertauschtund der Döner plötzlich zum Vornamen wurde. Anfangs noch vorsichtig ausgesprochen, wurden die Sätze mit jeder Runde sicherer. Im Anschluss wurde es spannend. Vier Teams traten gegeneinander an. Begriffe aus einem französischen Lied mussten den passenden Karten zugeordnet werden. Gar nicht so einfach, um so größer war die Freude, wenn man sich als Erster für die richtige Karte entschieden hatte. Doch damit nicht genug. So ganz nebenbei erfuhren die Sechstklässler Wissenswertes über Frankreich, über verschiedene Traditionen und auch über die Möglichkeit eines Schüleraustausches. Was zunächst wie eine etwas ungewöhnliche Schulstunde wirkte, hatte ein klares Ziel: Werbung für die zweite Fremdsprache ab Klasse 7. Und die schien, wie man an der Begeisterung der Kinder sehen konnte, zu wirken. Die Mischung aus Spielen, Bewegung, kleinen Erfolgserlebnissen und einer Prise Frankreich sorgte durchweg für gute Stimmung und weckte Neugier. Am Ende des Tages blieben mehr als nur ein paar Worte im Kopf, sondern eher das Gefühl: Französisch ist gar nicht so schwer. Und vielleicht sagen einige von ihnen im kommenden Schuljahr nicht nur zum Spaß „Bonjour“, sondern ganz bewusst: „Das will ich lernen!“


