Kooperative Gesamtschule
zum Beispiel können bei uns die Berufsreife, die Mittlere Reife, der Schulische Teil der Fachhochschulreife und die allgemeine Hochschulreife erworben werden.
Ganztagsschule
... zum Beispiel mit vielfältigen Arbeitsgemeinschaften.
Profilschule "Niederdeutsch"
... zum Beispiel über die Teilnahme am Reuter-Wettbewerb.
Europaschule
... zum Beispiel mit internationalen Studienfahrten und europäischen Kooperationspartnern.
Schule ohne Rassismus und mit Courage
... zum Beispiel mit dem Projektkurs "Antirassismus" (Ara).
Umweltschule
... zum Beispiel im Rahmen des Profilkurses „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.
Schule mit vorbildlicher Beruflicher Orientierung
... zertifiziert mit dem Berufswahlsiegel

Vom 31. August bis zum 4. September waren wir, Schülerinnen und Schüler der 12. und 10. Klasse des Reuterstädter Schulcampus, auf einer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz.

Am Montag sind wir morgens um 7:50 Uhr in Stavenhagen losgefahren und circa 10 Stunden später an unserem Ziel angekommen. Abends hieß es dann nur noch essen und ausruhen, um für den nächsten Tag bereit zu sein. Dort ging es nämlich schon richtig los mit einem Museumsbesuch, welcher für alle sehr interessant und lehrreich war. Das Museum bestand aus zwei Etagen, über die sich Leinwände mit Filmen sowie Überbleibsel aus der Kriegszeit erstreckten. Das Ganze machte uns zuerst mit einem Audioguide bekannt, welcher uns am nächsten Tag gleich wieder begegnete. Dieser Audioguide führte uns durch das Museum und passte sich der eigenen Geschwindigkeit an, wodurch jeder von uns individuell alles erkunden konnte. Das Museum zeigte uns mehrere Eindrücke, worunter viele von Zeitzeugen waren, was ein besseres Verständnis und viele verschiedene Emotionen in uns weckte. Des Weiteren besuchten wir an diesem Tag eine „Ausstellung“ im Keller einer Kirche. Diese bestand aus vielen Bildern, welche von Marian Kołodziej, einem Zeitzeugen, gefertigt wurden und die uns persönliche Eindrücke und Erfahrungen näherbrachten.

Den darauffolgenden Tag, welcher schon die Hälfte unserer Reise darstellte, verbrachten wir in Krakau. Dort durften wir an einer zweistündigen Stadttour teilnehmen und haben viel über die Stadt und ihre Geschichte gehört sowie über die Prägung der Stadt durch das Judentum. Diesbezüglich besuchten wir auch mehrere Synagogen und einen jüdischen Friedhof, was allen einen besseren Einblick in die Religion gab. Auf die Tour folgten ein paar Stunden Freizeit, in denen wir auf eigene Faust Krakau erkunden konnten und uns ein eigenes Bild von dieser schönen Stadt machen konnten. Abends gab es dann ein erholsames Essen im Restauracja Smakołyki.

Am Donnerstag, dem letzten Tag mit geplanten Aktionen, lernten wir die Stadt Oświęcim besser kennen und nahmen an einer Tour durch die verschiedenen Ecken von Oświęcim teil, wodurch sich die Geschichte dieser Stadt auch noch mehr offenbarte. Eine sehr wichtige Information war, dass es einen Unterschied zwischen Oświęcim und Auschwitz gibt. Oświęcim ist bereits seit langer Zeit eine bestehende polnische Stadt, während sich der Name Auschwitz erst durch die Entwicklung der deutschen „Musterstadt“ entwickelte. Das wusste der Großteil von uns Schülern nicht, und somit sind wir umso dankbarer, so klare und wichtige Informationen bekommen zu haben. Nach einer Stärkung besuchten wir das Stammlager I in Auschwitz, in welchem uns viele Requisiten und Überbleibsel von damals gezeigt wurden. Diese Eindrücke haben jeden Einzelnen von uns auf unterschiedliche Weise berührt und sind somit kaum zu erklären beziehungsweise rüberzubringen. Die Lebensumstände der Häftlinge waren weit entfernt von allem Menschlichen und etwas, das niemand jemals erleiden müsste. Meiner Meinung nach war einer der wichtigsten Sätze, die mir begegnet sind: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Nach der zweistündigen Führung im Stammlager I brachte uns der Bus nach Birkenau, wo wir ein Krematorium mit eigenen Augen sehen konnten und auch die Gedenktafeln für die Opfer. Wir alle erwiesen ihnen Respekt und folgten gespannt der Führung.

Jeder von uns lernte Dinge, die er vorher nicht wusste, und entwickelte Emotionen, die er zuvor nicht hatte. Abends trafen wir dann ein letztes Mal alle zusammen und tauschten unsere Erfahrungen und Gefühle aus. Dieser Einblick hat uns alle ein kleines Stück verändert und jeden auf eine andere Weise getroffen. Wir sind außerordentlich dankbar, so viel lernen zu können und so ein gutes Leben zu haben.

 

Text: Lydia Zender

Fotos: Jana Dodt, Leni Woyda, Carlotta Ecker

 

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